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Das Neurohormon pBNP (pro B-type Natriuretic Peptide) als neuer Parameter zur Diagnostik der Herzinsuffizienz.
 
Trotz des Umstandes, daß die Herzinsuffizienz die einzige Herzerkrankung mit steigender Häufigkeit darstellt, ist die Diagnostik dieser Erkrankung von Unsicherheit geprägt.
 
Bereits seit längerer Zeit werden Katecholamine und natriuretische Peptide als Prognosemarker für die Herzinsuffizient untersucht, wobei die technischen Schwierigkeiten bei der Katecholaminbestimmung in der Routine das Augenmerk auf die natriuretischen Peptide gelenkt haben.
 
Von den drei in Frage kommenden Peptiden ANP (primär im Vorhof sezerniert), BNP (primär im Ventrikel sezerniert) und CNP ( primär im Endothel sezerniert) weist das BNP die höchste Spezifität und Sensitivität in Bezug auf die Diagnostik einer asymptomatischen Herzinsuffizienz auf und kann so einen wesentlichen Beitrag zur Früherkennung der Herzinsuffizienz leisten.
 
Auch als prognostischer und therapiebegleitender Parameter haben Studien die Aussagekraft des pBNP bestätigt. Es besteht eine gute Korrelation sowohl zwischen den hämodynamischen Daten der Patienten und pBNP (je höher Wandspannung bzw. Füllungsdruck bzw. je niedriger LV-EF und HMV, desto höher sind die pBNP Werte) als auch zwischen den klinischen Daten vom subjektiven Empfinden des Patienten über die Prognose post MI bis hin zur Mortalitätsrate.
 
Zusammenfassend kann als einfache Interpretationsrichtlinie gelten:
 
je höher der pBNP Wert,
 
  • desto schwerer ist die Herzinsuffizienz
  • desto schwerer ist die LV-Dysfunktion
  • desto höher ist der Füllungsdruck
  • desto eingeschränkter sind sowohl akute als auch chronische Prognose.
 
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Letzte Änderung:  Donnerstag, 11.Januar 2007 um 16:45   Laborsalzburg Adminstrator
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