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Einige generelle Bemerkungen zur CDT-Bestimmung
Die derzeit spezifischste und sensitivste Kenngröße eines Alkoholabusus ist das CDT (carbohydrate deficient transferrin). Transferrine sind Glykoproteine, an die zwei Oligosaccharidketten gebunden sind. Diese Oligosaccharidketten sind verzweigt und bilden "Kohlehydratantennen" mit bi- und tetraatennären Strukturen, die zumeist endständige Sialinsäurereste tragen. Daher können im Serum Asialo-, Monosialo-, Disialo-bis Oligosialo-Transferrine vorliegen. 
Der chronische Alkoholabusus (> 60g Ethanol/Tag) führt zu einer Störung der Biosynthese des Transferrins und zu einer erhöhten Bildung abnormer Varianten mit reduzierten Kohlenhydrat- bzw. Sialinsäureanteilen. Diese Transferrine liegen als Asialo-, Monosialo- und Disialotransferrine vor. Für diese hyposialinen Varianten wurde der Begriff CDT geprägt. Ab Februar 2005 erfolgt die Bestimmung dieser Transferrinvarianten durch Kapillarelektrophorese. Diese Methode ist bezüglich Spezifität und Sensitivität der HPLC gleichwertig, bietet jedoch eine noch höhere Datensicherheit. Wichtig ist, dass es aufgrund der Methodenumstellung zu einer Änderung des Normalbereiches auf
< 1,3 % kommt.
Kapillarelektrophorese
Normbereich: < 0,8 % 
Grenzbereich: 0,8 - 1,3 % 
Pathologisch: > 1,3 % 
Bewertung 
Die Halbwertszeit des CDT beträgt ungefähr 14 Tage (bei Kapillarelektrophorese-und HPLC-Verfahren 9,5 Tage) 
Falsch positive Ergebnisse: Bei einer bestehenden Leberzirrhose oder einem primären Leberzellkarzinom kann es zu falsch erhöhten Werten kommen. Bei etwa 1 - 2 % der Bevölkerung liegen Transferrinvarianten vor, die ebenfalls zu falsch positiven Resultaten führen können. Diese werden durch das bei uns verwendete Verfahren (Kapillarelektrophorese) erkannt. 
 
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Letzte Änderung:  Donnerstag, 11.Januar 2007 um 16:45   Laborsalzburg Adminstrator
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