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Autoantikörper gegen bestimmte Phospholipide findet man häufig bei Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen. Diese Antikörper sind mit Thrombosen, Thrombozytopenien und wiederholtem Abort assoziiert. Zwei klinisch besonders wichtige Arten dieser Antikörper sind das sogenannte Lupus Anticoagulans (LA) und die Cardiolipin (CL)-Antikörper. Beide dieser Autoantikörper gehören zu einer Familie von Phospholipid-Antikörpern mit breiter Reaktivität. Sie binden an die Phosphodiesterbindungen von negativ geladenen Phospholipiden.
"Lupus Anticogulans" und "Anti-Phospholipid Antikörper" werden häufig in inkorrekter Weise synonym benutzt, obwohl es sich nicht um die gleichen Immunglobuline handelt. Manchmal binden sie an identische Bindungsstellen (Epitope), häufig kann man aber deutliche Unterschiede in der Antigenspezifität finden.
Das LA hemmt in vitro Phospholipid-abhängige Gerinnungstests, wobei hier am häufigsten die Bestimmung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (APTT) verwendet wird. Solche Antikörper findet man bei ca. 25 % der Patienten mit systemischen Lupus erythematosus (SLE) und in verschiedener Frequenz auch bei anderen Autoimmunerkrankungen. Es besteht insbesondere eine sehr wichtige klinische Assoziation mit Thrombosen und wiederholtem Abort aufgrund ausgedehnter Infarkte und Nekrosen in der Plazenta. Verschiedene Studien haben gezeigt, daß bei Frauen mit LA mehr als 90 % unbehandelter Schwangerschaften verloren gehen.
Antikörper gegen CL sind bei ca. 50 % der Patienten mit SLE vorhanden. Auch hier besteht eine Assoziation mit wiederholtem Abort, diese ist aber weniger stark ausgeprägt als jene mit LA. 
Faktoren, die mit der Bestimmung von LA interferieren können und daher ausgeschlossen werden müssen, umfassen unter anderem: Dysfibrinogenämie, die Anwesenheit von Heparin, Mangelzustände von intrinsischen Gerinnungsfaktoren und das Vorhandensein von Inhibitoren von Gerinnungsfaktoren.
Lupus Antikogulans (LA): Citratblut
a) Abnahme bei uns im Labor.
b) Bei Abnahme auswärts: wenn Transport bzw. Ankunft am gleichen Tag möglich, EXPRESS ungekühlt.
c) Bei längerem Transport: Abzentrifugieren (3000! g/15 min), einfrieren und Plasma auf Trockeneis einschicken.
Quelle: Prof. Wick, UNI-Klinik Innsbruck
 
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Letzte Änderung:  Donnerstag, 11.Januar 2007 um 16:45   Laborsalzburg Adminstrator
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