Autoantikörper gegen Acetylcholin-Rezeptoren (ACHR-AAK)
Die Myasthenia gravis (MG) ist eine durch Autoantikörper gegen den Acetylcholin-Rezeptor (ACHR-AAK) bedingte Autoimmunerkrankung. T-Helferzellen, die wahrscheinlich zum Teil im Thymus selbst, teilweise in der Peripherie aktiviert werden, stimulieren bei diesen Patienten die Produktion von ACH-AAK. Der ACHR besteht aus fünf Untereinheiten. ACHR-AAK reagieren vorwiegend mit der alpha-Untereinheit und blockieren die Bindung von ACH an den Rezeptor bzw. beeinträchtigen die Impulsübertragung an der postsynaptischen Membran. ACHR-AAK sind außerdem komplementbindend und daher auch zur Lyse, d.h. Zerstörung der ACHR, fähig.
In unserem Labor wird bei Verdacht auf das Vorliegen von ACHR-AAK zunächst ein Screeningtest durchgeführt und dann eine spezifische Analyse auf die Reaktivität mit der alpha-Untereinheit des ACHR.
Frequenz: Myasthenia gravis ~ 90 %; Thymom ~30 %
Quelle: Prof. Wick, UNI-Klinik Innsbruck
